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Robert Gernhardt: „Der kleine Gerhardt“

Der Kleine Pauly ist das Fachlexikon der Altertumswissenschaft, die kleine Version des großen Bruders, von Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft, die durchgehend von 1893 bis 1978 erschien und ganze Regalwände füllt. Mit einem leichten Schmunzeln mag Robert Gernhardt an diesen „kleinen Pauly“ gedacht haben, als er 2002 sein autobiographisches Projekt Der kleine Gernhardt in Angriff […]

Hanns-Josef Ortheil: „Der Stift und das Papier“

Der autobiographische Roman Der Stift und das Schreiben von Hanns-Josef Ortheil ist im besten Sinne ein Entwicklungsroman. In diesem Buch erzählt der Autor von seinem Weg zum Schreiben. Es ist kein leichter Weg gewesen. Als Ortheil kaum drei Jahre alt war, hörte er plötzlich auf zu sprechen. Er passte sich auf diese Weise dem Verhalten […]

Uwe Timm: „Ikarien“

Ende April 1945. Der junge deutsch-amerikanische Offizier Michael Hansen kommt in der allerletzten Kriegsphase von Frankreich nach Deutschland. Sein Spezialauftrag ist die Sichtung der Unterlagen des 1940 verstorbenen Rassentheoretikers Alfred Ploetz sowie die Befragung von Zeitzeugen und Mitarbeitern. In einem Münchner Antiquariat findet er einen alten Mann, Wagner, der seit der Studentenzeit mit Ploetz lange […]

Deborah Feldman: „Unorthodox“

Im vierten Jahrhundert verfasste Augustinus seine „Confessiones“. Diese Bekenntnisse eines zum Christentum Bekehrten gehören zu den ersten autobiografischen Schriften der Weltliteratur. Seine Bußschrift liest sich wie ein viele Hundert Seiten langes Gebet; es ist die (für christliche Leser berückende, für atheistische Leser bedrückende) Entwicklungsgeschichte einer Abkehr vom weltlichen Leben und der selbstgewählten Unterwerfung unter den […]

Heinrich von Kleist – 200. Todestag am 21. November 2011

Am 21. November 1811 erschoss Heinrich von Kleist zunächst seine Geliebte, die an Krebs leidende Henriette Vogel, und danach sich selbst. Er starb als ein Mensch, der an seinen Leidenschaften zerbrach, und als ein erfolgloser Schriftsteller, dessen Werk seinerzeit nur wenig Beachtung erfuhr. Heute kennen wir natürlich „Die Marquise von O“, den „Zerbrochenen Krug“, das […]

Axel Hacke: „Das Beste aus meinem Liebesleben – Ein kleiner Beziehungsratgeber“

Axel Hacke ist ein Spalter. Die Männer mögen seine Bücher, weil sie ihnen durch die Lektüre seiner larmoyanten Kritik an den Zuständen der ungleichgeschlechtlichen Beziehungen die Möglichkeit einer unterhaltsamen zeitlichen Expansion der gruppentherapeutischen Dienstagabend-Sitzungen mit den Kumpeln sowie im Rahmen der gesellschaftspolitischen Strukturen eine sogar leicht kathartische Verarbeitung der wiederholten repressiven Erlebnisse häuslicher Gewalt ermöglichen. […]

Éva Fahidi: „Die Seele der Dinge“

Éva Fahidi wuchs in Debrecen geboren und wuchs in guten Verhältnissen als Teil einer großen Familie in Ostungarn auf. Sie hatte eine unbeschwerte Kindheit und zeigte eine große musische Begabung. Sie wollte Pianistin werden, doch mit achtzehn Jahren wandte sich ihr Lebensweg auf brutale Weise: Sie wurde zwangsdeportiert und kam als junge Frau nach Auschwitz-Birkenau […]

Senek Rosenblum: „Der Junge im Schrank – Eine Kindheit im Krieg“

Der kleine Senek war 4, als die ersten deutschen Bomben auf Polen niedergingen. 1935 geboren in dem kleinen Städtchen Zychlin, etwa 130 Kilometer von Warschau entfernt. Sein Vater war Tabakhändler, jedoch ein Mann mit vielen Talenten. Weil Seneks Mutter aus Breslau stammte, sprach auch der Vater ein wenig Deutsch, was ihm und seinem Sohn schon […]

Ruth Klüger: „unterwegs verloren“

Ruth Klüger hatte in den 1990er Jahren mit ihrer Biografie „weiter leben“ über ihre Kindheit im Wien der Dreißiger Jahre und über die traumatischen Erlebnisse im Konzentrationslager Theresienstadt und Auschwitz geschrieben. Ihr Buch fand international große Beachtung und machte Ruth Klüger zu einer bekannten Schriftstellerin. Im zweiten Teil ihrer Memoiren, wenn der romantisierende Ausdruck für […]

Andrea Camilleri: „Die Farbe der Sonne – Ein Caravaggio-Roman“

Andrea Camilleri ist den meisten Lesern bekannt als Krimi-Autor. Sein Comissario Montalbano findet nicht nur in Italien, sondern auch international seit vielen Jahren auf den Bestsellerlisten der Krimiliteratur. Jetzt hat Camilleri einen Roman über den berühmten Maler Caravaggio herausgebracht, dessen Geschichte so plausibel klingt, dass man der Rahmenhandlung sogleich Glauben schenken und sich von dem […]

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