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Mehr lesen. Mehr erleben.

Deborah Feldman: „Unorthodox“

Im vierten Jahrhundert verfasste Augustinus seine „Confessiones“. Diese Bekenntnisse eines zum Christentum Bekehrten gehören zu den ersten autobiografischen Schriften der Weltliteratur. Seine Bußschrift liest sich wie ein viele Hundert Seiten langes Gebet; es ist die (für christliche Leser berückende, für atheistische Leser bedrückende) Entwicklungsgeschichte einer Abkehr vom weltlichen Leben und der selbstgewählten Unterwerfung unter den […]

Heinrich von Kleist – 200. Todestag am 21. November 2011

Am 21. November 1811 erschoss Heinrich von Kleist zunächst seine Geliebte, die an Krebs leidende Henriette Vogel, und danach sich selbst. Er starb als ein Mensch, der an seinen Leidenschaften zerbrach, und als ein erfolgloser Schriftsteller, dessen Werk seinerzeit nur wenig Beachtung erfuhr. Heute kennen wir natürlich „Die Marquise von O“, den „Zerbrochenen Krug“, das […]

Axel Hacke: „Das Beste aus meinem Liebesleben – Ein kleiner Beziehungsratgeber“

Axel Hacke ist ein Spalter. Die Männer mögen seine Bücher, weil sie ihnen durch die Lektüre seiner larmoyanten Kritik an den Zuständen der ungleichgeschlechtlichen Beziehungen die Möglichkeit einer unterhaltsamen zeitlichen Expansion der gruppentherapeutischen Dienstagabend-Sitzungen mit den Kumpeln sowie im Rahmen der gesellschaftspolitischen Strukturen eine sogar leicht kathartische Verarbeitung der wiederholten repressiven Erlebnisse häuslicher Gewalt ermöglichen. […]

Éva Fahidi: „Die Seele der Dinge“

Éva Fahidi wuchs in Debrecen geboren und wuchs in guten Verhältnissen als Teil einer großen Familie in Ostungarn auf. Sie hatte eine unbeschwerte Kindheit und zeigte eine große musische Begabung. Sie wollte Pianistin werden, doch mit achtzehn Jahren wandte sich ihr Lebensweg auf brutale Weise: Sie wurde zwangsdeportiert und kam als junge Frau nach Auschwitz-Birkenau […]

Senek Rosenblum: „Der Junge im Schrank – Eine Kindheit im Krieg“

Der kleine Senek war 4, als die ersten deutschen Bomben auf Polen niedergingen. 1935 geboren in dem kleinen Städtchen Zychlin, etwa 130 Kilometer von Warschau entfernt. Sein Vater war Tabakhändler, jedoch ein Mann mit vielen Talenten. Weil Seneks Mutter aus Breslau stammte, sprach auch der Vater ein wenig Deutsch, was ihm und seinem Sohn schon […]

Ruth Klüger: „unterwegs verloren“

Ruth Klüger hatte in den 1990er Jahren mit ihrer Biografie „weiter leben“ über ihre Kindheit im Wien der Dreißiger Jahre und über die traumatischen Erlebnisse im Konzentrationslager Theresienstadt und Auschwitz geschrieben. Ihr Buch fand international große Beachtung und machte Ruth Klüger zu einer bekannten Schriftstellerin. Im zweiten Teil ihrer Memoiren, wenn der romantisierende Ausdruck für […]

Andrea Camilleri: „Die Farbe der Sonne – Ein Caravaggio-Roman“

Andrea Camilleri ist den meisten Lesern bekannt als Krimi-Autor. Sein Comissario Montalbano findet nicht nur in Italien, sondern auch international seit vielen Jahren auf den Bestsellerlisten der Krimiliteratur. Jetzt hat Camilleri einen Roman über den berühmten Maler Caravaggio herausgebracht, dessen Geschichte so plausibel klingt, dass man der Rahmenhandlung sogleich Glauben schenken und sich von dem […]

Chris Greenhalgh: „Coco Chanel & Igor Strawinsky“

„Erregend zart streifen ihre Hände über seinen Körper und genießen eine Reihe wundersamer Kontakte. Blind saugt sie an seinen Fingern. Geschmeidig wölbt sie ihren Rücken. Ein wenig eingeschüchtert erkennt er, dass er unterrichtet wird. Nach und nach wird ihm bewusst, wie sich alles neu ordnet. Er spürt, wie sein ganzes Leben neu definiert, seine gesamte […]

Mark Twain: „Sommerwogen – Eine Liebe in Briefen“

Am 21. April 2010 jährte sich der 100. Todestag Mark Twains, was für den Literaturbetrieb Anlass genug war, sein Interesse diesem humorvollen und scharfzüngigen Geschichtenerzähler aus Missouri zu widmen und seine Geschichten in neuem Gewand und zum Teil in überarbeiteter Form neu heraus zu geben. Eine Perle des ganzen Trubels um dieses Jubiläum stellt sicherlich […]

Christoph Poschenrieder:“Die Welt ist im Kopf“

Was für ein Debüt! Wenn ein Erstlings-Roman bei einem renommierten Verlag wie Diogenes erscheint, ist man geneigt, den Titel etwas wohlwollender in die Hand zu nehmen. Aber solch eine zuvorkommende und schonende Behandlung hat Christoph Poschenrieder überhaupt nicht nötig. „Die Welt ist im Kopf“ liest sich wie ein rasanter Spielfilm über die Zeit um 1818 […]

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