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Axel Hacke: „Das Beste aus meinem Liebesleben – Ein kleiner Beziehungsratgeber“

Axel Hacke ist ein Spalter. Die Männer mögen seine Bücher, weil sie ihnen durch die Lektüre seiner larmoyanten Kritik an den Zuständen der ungleichgeschlechtlichen Beziehungen die Möglichkeit einer unterhaltsamen zeitlichen Expansion der gruppentherapeutischen Dienstagabend-Sitzungen mit den Kumpeln sowie im Rahmen der gesellschaftspolitischen Strukturen eine sogar leicht kathartische Verarbeitung der wiederholten repressiven Erlebnisse häuslicher Gewalt ermöglichen. [...]

Doris Dörrie: „Alles inklusive“

Wenn man die Tochter einer Hippie-Mutter ist, kann es schon mal passieren, dass man „Apple“ heißt. Doch damit nicht genug, alle Versuche Apples, der chaotischen Kindheit und Jugend zu entfliehen und es im eigenen Leben geordneter und ruhiger zugehen zu lassen, scheitern, weil Apples Liebesleben von einem Desaster ins nächste schlittert. Nie mehr soll es [...]

Wells Tower: „Alles zerstört, alles verbrannt“

Man erweist einem Autor einen Bärendienst, wenn man in den Klappentext schreibt: „Dieser Autor schreibt so wie xy“. Damit legt man sowohl den Autor als auch die Lektüre von vornherein auf einen Rezeptionsausschnitt fest, den der Autor selbst vielleicht niemals beabsichtigt hat. Wenn er so schreibt wie xy, dann kopiert er lediglich dessen Stil. Ein [...]

Willem Frederik Hermans: „Das heile Haus“

„Das heile Haus“ ist ein wilder, zorniger Bericht aus dem letzten großen Krieg. Desillusioniert und gleichgültig nimmt der Ich-Erzähler an diesem Krieg teil. Er ist Partisan und unterscheidet nicht mehr zwischen töten und überleben, leben lassen und getötet werden. Alles ist gleich, und alles ist unwichtig. Der Tod hat seinen Schrecken verloren, und er kennt [...]

Dorothy Parker: „Morgenstund hat Gift im Mund – New Yorker Geschichten“

Dorothy Parker war eine erstaunliche und interessante Frau. Wie interessant, das kann man in einer hervorragenden neuen Biografie von Michaela Karl („Noch ein Martini, und ich lieg unter dem Gastgeber“, erschienen im Residenz Verlag) nachlesen. Genau so spannend und turbulent wie das Leben der amerikanischen Schriftstellerin und Theater- und Literaturkritikerin lesen sich auch ihre Kurzgeschichten. [...]

Mikael Niemi: “Erschiess’ die Apfelsine”

Kurz vor dem Wochenende flatterte neulich ein finnischer Roman auf meinen Tisch. Mikael Niemi: „Erschieß’ die Apfelsine“. Kurz in den Klappentext geschaut: „Niemis Held ist 16 Jahre und geht aufs Gymnasium. Er teilt seine Klasse in Arschgeigen und Idioten ein. (…)“ Der natürliche Reflex des Rezensenten beim Anblick von Jugendliteratur ist eine Mischung von starker [...]


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