belletristiktipps.de

Mehr lesen. Mehr erleben.

Robert Walser: „Der Spaziergang“

Robert Walsers Spaziergang ist eine seltsame und verstörende Erzählung. Was beschrieben wird, ist kein Spaziergang, sondern eine Aufeinanderfolge von Begegnungen, imaginierten wie scheinbar realen. Verstörend ist an diesem Text zunächst seine Entstehungszeit. 1913 war Robert Walser nach einigen Jahren in Berlin wieder in seine Geburtsstadt Biel in der Schweiz zurückgekehrt. Nachdem 1914 der Erste Weltkrieg […]

Robert Gernhardt: „Das große Lesebuch“

Man sagte mir neulich, dass es tatsächlich Leute geben soll, die Robert Gernhardt noch nicht kennen. Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen, hier ist Entwicklungshilfe gefragt! Doch wo soll man anfangen? Welcher Zugang zu seinem Werk ist der richtige, der am besten geeignete? Man macht sicherlich nichts verkehrt, wenn man sich hierfür eines […]

Wladimir Kaminer: „Einige Dinge, die ich über meine Frau weiß“

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, wenn Sie Kaminer lesen. Es ist aber nicht unwahrscheinlich, dass es Ihnen genauso geht wie mir: Ich kann keinen Text von Wladimir Kaminer mehr lesen, ohne sogleich seine Stimme zu hören. Das kommt von der mehr oder weniger permanenten Medienpräsenz, die Kaminer seit Anfang der 1990er Jahren in […]

Jean-Paul Didierlaurent: „Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12“

Es gibt Bücher, die machen es einem nicht leicht. Ich meine das durchaus im ganz physischen, materiellen Sinne. Es gibt Bücher, die sich mir, dem Puristen, widersetzen und einen inneren Widerstand auslösen, der im ersten Moment schwer zu erklären ist. Im zweiten Moment wird klar, dass der Leser ein Buch in den Händen hält, das […]

Erich Kästner: „Der Herr aus Glas – Erzählungen“

Wenn man ein Buch von Erich Kästner in den Händen hält, kann man eigentlich nichts falsch machen: Wenn man es schon kennt, macht es Spaß, die Geschichten wieder und immer wieder aufs Neue zu lesen. Und wenn man das Buch noch nicht kennt, umso besser! Trotzdem wird Kästner nach wie vor oft nur als ein […]

Siegfried Lenz: „So zärtlich war Suleyken“

Dieses kleine Büchlein gehört in den Kanon der deutschen Nachkriegsliteratur. Siegfried Lenz entfaltet hier in kurzen Geschichten seine ganze Erzählkunst und zaubert eine verlorene Welt herbei, die vor unserem geistigen Auge ein Idealbild der ostpreußischen Ländlichkeit und Bauernschläue entstehen lässt. „So zärtlich war Suleyken“ erschien erstmals 1955, zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs […]

Clemens J. Setz: „Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes“

Es ist vor allem die Sprache, die bemerkenswert ist. Die Experimentierlust des jungen Autors dürfte auch für die Jury des Leipziger Buchpreises dafür ausschlaggebend gewesen sein, dem neuen Erzählband von Clemens J. Setz den Vorzug vor allen anderen nominierten Titeln zu geben. Der harmlose Titel „Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes“ führt den Leser […]

Helmut Frielinghaus (Hg.): „Das Günter Grass Lesebuch“

Ist es nicht eigentlich ein unmögliches Unterfangen, das Werk eines weltberühmten Schriftstellers und Nobelpreisträgers wie Günter Grass in einem 440-seitigen „Lesebuch“ repräsentieren zu wollen? Was soll in diese „Best of“-Sammlung aufgenommen werden und was soll draußen bleiben? Kann man ernsthaft behaupten, einen Überblick über das Werk eines Künstlers solchen Ranges geben zu können, der seit […]




Suche

Autoren

Kategorien


Feed abonnieren

Links

Empfehlungen