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Mehr lesen. Mehr erleben.

Doris Dörrie: „Alles inklusive“

Wenn man die Tochter einer Hippie-Mutter ist, kann es schon mal passieren, dass man „Apple“ heißt. Doch damit nicht genug, alle Versuche Apples, der chaotischen Kindheit und Jugend zu entfliehen und es im eigenen Leben geordneter und ruhiger zugehen zu lassen, scheitern, weil Apples Liebesleben von einem Desaster ins nächste schlittert. Nie mehr soll es [...]

David Abbott: „Die späte Ernte des Henry Cage“

Der Roman von David Abbott beginnt mit einem Schicksalsschlag. Hal, das achtjährige Enkelkind von Henry Cage, wird mit seinem Auto zu Tode geschleift, als ein junger Drogenabhängiger den Land Rover klaut. Hals Fuß hat sich in der Gurtschlaufe verfangen, die in der Hintertür eingeklemmt ist; erst nach mehreren Kilometern wurde der Wagen gestoppt. Vier Jahre [...]

Frédérique Deghelt: „Frühstück mit Proust“

Ein Schwächeanfall ist der Auslöser für diese zauberhafte Geschichte. Die Großmutter Mamoune lebt in einem kleinen Häuschen in der Haute-Savoie. Weil die anderen Geschwister in dem Krankhausaufenthalt nur eine günstige Gelegenheit wittern, um die Achtzigjährige in ein Altersheim abzuschieben, und der Sohn auf einer Insel in Polynesien lebt, drängt er seine Tochter Jade dazu, Mamoune [...]

Jenny Erpenbeck: „Dinge, die verschwinden“

In wenigen Jahren wird man sich kaum noch an sie erinnern: Magnetbänder, Videorecorder, Tropfenfänger an Porzellankannen, … Die Berliner Autorin Jenny Erpenbeck lädt den Leser auf eine stille Reise zu verschwindenden Dingen ein. In ihrem Buch finden wir jedoch eben keine Auflistung der uns (noch) umgebenden Dinge, die bald verschwinden werden. Insofern führt der Buchtitel [...]

Nicole Krauss: „Das große Haus“

Kaum war der neue Roman von Nicole Krauss erschienen, überschlug sich das Feuilleton mit Lobpreisungen und Bravo-Rufen. Der allgemeine Jubel übertönte manchmal sogar fast den tosenden Applaus für den in Deutschland nahezu zeitgleich erschienenen neuen Roman „Freiheit“ von Jonathan Franzen. Haben wir es aber bei der filigran und durchschimmernd wirkenden Nicole Krauss wirklich mit einem [...]

Samuel Benchetrit: „Rimbaud und die Dinge des Herzens“

„Anfangs dachte ich, Rimbaud wäre ein Wohnturm. Weil man Rimbaud-Turm sagt. Dann aber erklärte mir mein Kumpel Yéyé, dass Rimbaud ein Dichter gewesen ist. Warum man meinem Wohnturm den Namen eines Dichters gegeben hat, ist mir schleierhaft. Yéyé meinte, weil der Mann bekannt war und vor langer Zeit  gestorben ist. Ich habe natürlich gleich gefragt, [...]

Muriel Barbery: „Die Eleganz des Igels“

Unterschätzen Sie niemals Ihren Hausmeister! Das ganze wichtigtuerische Gehabe mit dem angeschmutzten Blaumann, der Freisprech-Prothese des Handys am Ohr, dem dümmlichen Gequatsche und der permanenten schlechten Laune könnte nur eine trickreiche Fassade sein, um den scharfsinnigen Geist und den intellektuellen Tiefgang dahinter zu verbergen. Ihr Hausmeister könnte ein glühender Anhänger Schopenhauers, ein Spezialist in der [...]

Caterina Bonvicini: “Das Gleichgewicht der Haie”

Es genügen kleinste falsche Bewegungen oder leichte Unachtsamkeiten, um das Tauchen mit einem Schwarm Weißer Haie für den Menschen zu einer tödlichen Gefahr werden zu lassen. Nur wenn das Gleichgewicht der Haie stabil ist, kann der Mensch in diesem feindlichen System überleben. Wer dieses Gleichgewicht zu erhalten vermag, versteht die Haie und lernt sie in [...]

Mark Twain: „Sommerwogen – Eine Liebe in Briefen“

Am 21. April 2010 jährte sich der 100. Todestag Mark Twains, was für den Literaturbetrieb Anlass genug war, sein Interesse diesem humorvollen und scharfzüngigen Geschichtenerzähler aus Missouri zu widmen und seine Geschichten in neuem Gewand und zum Teil in überarbeiteter Form neu heraus zu geben. Eine Perle des ganzen Trubels um dieses Jubiläum stellt sicherlich [...]

Margaret Atwood: „Das Jahr der Flut“

Fans der Romane von Margaret Atwood werden „Das Jahr der Flut“ lieben. In ihrem neuen Roman setzt die kanadische Erfolgsautorin Margaret Atwood das post-katastrophische Szenario der Geschichte von „Oryx und Crake“ fort. Aber Margaret Atwood meint, man könne diesen Roman auch sehr gut lesen und verstehen, ohne „Oryx und Crake“ gelesen zu haben. Ort und [...]

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